Mietminderung bei Hitze in der Wohnung

Wenn sich bei steigenden, hochsommerlichen Temperaturen die eigene Wohnung regelrecht in eine Sauna verandelt, können Mieter die Miete mindern.

Mietminderung bei Hitze in der Wohnung

Welche Recht haben Mietern bei Hitze in der Wohnung?

Eine allgemeine Innentemperatur für Wohnungen, bei der die Miete gemindert werden kann, gibt es nicht. Grundsätzlich sind steigende Temperaturen kein Mangel. Es können jedoch die "Regeln für Arbeitsstätten" zur Rate gezogen werden. Diese besagen, dass die Raumtemperatur von 26 Grad Celsius nicht überschreiten darf. Um diesen Wert tageweise auf die eigene Wohnung zu bezihen, sollte ein Thermometer, sowie ein weiterer Zeuge hinzugezogen werden.
Meistens ist es lohnenswerter, zunächst das Gespräch mit dem Vermieter oder der zuständigen Hausverwaltung zu suchen.

Gerichtliche Urteile

In der Vergangnheit hat es tatsächlich schon einige Gerichtsurteile gegeben — jedoch mit unterschiedlichem Ausgang.
Das Hamburger Amtsgericht zum Beispiel urteilete, dass das Wohlbefinden überschritten sei, wenn tagsüber stets über 30 Grad in der Wohnung herrschen. Hier sei eine Mietminderung von 20 Prozent angemessen.
In Leipzig hingegen wurden sommerliche Temperaturen in Dachgeschossohnungen als ertragbar befunden.

Wie muss ein Vermieter für Wärmeschutz sorgen?

In der Regel muss ein Vermieter für die entsprechende Technik der Hauswärmedämmung sorgen. Entsprechend muss also eine Klimaanalage oder Außenjalousien angebracht werden. Darauf haben Mieter jedoch keinen Anspruch, denn: "Es ist Sache des Vermieters, wie er für Hitzeschitz sorgt."

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